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Verlag: Komet
gebunden
144 Seiten, Format: 17 x 20,5 cm
ISBN-13: 978-3-89836-462-1


Saarländische Küche

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Das Saarland, nach beiden Weltkriegen von Frankreich begehrt und besetzt, ist europäischer orientiert als alle anderen deutschen Bundesländer, denn die kleine Region mit etwas mehr als einer Million Einwohner gehört erst seit dem 1.1.1957 wieder zur Bundesrepublik Deutschland. Kulinarisch ist das Saarland zweigeteilt. Wochentags regiert der Magen, sonntags der französische Gaumen des Nachbarlandes. Die traditionelle Küche des Saarlands ist von herzhafter Einfachheit. Reich waren hier wenige, nicht die Winzer mit ihren kleinen Weingärten an der Mosel und ebenso wenig die Bauern oder die Handwerker und später die Grubenarbeiter und Stahlkocher. Also wurde gekocht, was wenig kostet und was satt macht. Fleisch gab es nur am Sonntag, Grundnahrungsmittel waren Mehl und Kartoffeln, hier Grumbeere genannt, und das, was an Obst und Gemüse im eigenen Garten oder auf dem eigenen kleinen Acker wuchs.
Zu dieser authentischen Arme-Leute-Küche gibt es aber auch ein ausgesprochenes Kontrastprogramm und dieses ist vor allem vom Gourmet-Nachbarn Frankreich geprägt.
Eins zeichnet die Küche des Saarlandes auf jeden Fall aus, nämlich der souveräne Umgang mit frischen Produkten, so dass auch einfache Gerichte himmlisch schmecken können.

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